Der Elfenbeinturm in Princeton
Am "Institute for Advanced Study"
Das letzte Drittel seines Lebens verbrachte Einstein weitgehend am Institute for Advanced Study in der kleinen Universitätsstadt Princeton, etwa 100 Kilometer südlich von New York im US-Bundesstaat New Jersey gelegen.
Die private Princeton University gehörte schon lange zu den bedeutendsten Hochschulen der USA. Viele Kinder aus wohlhabenden Familien studierten hier. Auffallend viele Nobelpreisträger für Physik und Mathematik absolvierten hier ihr Studium. Für den Einstein-Biographen Albrecht Fölsing stellt Princeton den Traum vom akademischen Elfenbeinturm in seiner ausgeprägtesten Form dar, isoliert vom übrigen Amerika, snobistisch, arrogant und von zurückhaltendem Reichtum. Der Campus dominiert das Städtchen.
Seit 1930 lehrte Einstein in den Wintermonaten in Princeton und kehrte über die Sommermonate nach Berlin zurück. 1932 plante der langjährige Sekretär der Rockefellerstiftung, Abraham Flexner, die Gründung einer
kleinen Denkfabrik, die als Institute for Advanced Study ein Jahr später ihren Betrieb aufnimmt. Einstein, der nicht mehr nach Deutschland zurück wollte, sagte sofort zu und wurde zum prominentesten Aushängeschild. Frei von Lehrverpflichtungen und mit einen Jahresgehalt von 16.000 Dollar plus Spesen konnte er hier seinen Forschungen, vor allem an der Gravitationstheorie, nachgehen.
Für Einstein ist Princeton ein wundervolles Stückchen Erde und schon zwei Jahre später kaufte er sich ein unweit des Instituts ein Einfamilienhaus an der Mercer Streeet 112. Zusammen mit seiner Frau Elsa, seiner Stieftochter Margot und seiner Sekretärin Helen Dukas zog er in das im Kolonialstil errichtete Gebäude. Gerne verschwand er zum Nachdenken zu langen Spaziergängen in den Wäldern oder an den nahegelegenen See.
mit der Einstein-Zitatmaschine!









