Ein "deutscher Bolschewist"!
Die Woman Patriotic Corporation macht gegen Einstein mobil
Ehe Einstein 1932 in die USA reisen konnte, musste er sich mit dem Widerstand eines konservativen amerikanischen Frauenbundes auseinandersetzen.
Um seinen dritten Aufenthalt am California Institute for Technology (CalTech) anzutreten, beantragte Einstein Ende 1932 ein Visum für die USA. Wider Erwarten traf er auf Widerstände, denn die Woman Patriotic Corporation hatte beim amerikanischen Außenministerium eine umfassende Anklageschrift gegen Einstein eingereicht. Die konservative Frauenorganisation, die in der Vergangenheit gegen das Frauenwahlrecht oder die Einschränkung der Kinderarbeit eingetreten war, hatte die Ankündigung aufgeschreckt, dass Einstein vom Herbst 1933 an die Wintermonate in Princeton zubringen sollte.
Die Patriotinnen behaupteten, Einstein sei ein deutscher Bolschewist, und dass nicht einmal Stalin mit so vielen anarcho-kommunistischen Gruppen verbunden sei
wie er. Einstein bekämpfe die Militärmaschinerie der bestehenden Regierungen, um so die weltweite Volksrevolution vorzubereiten. Zudem untergrabe die Einstein-Theorie die Gesetze der Wissenschaft sowie die Autorität von Kirche und Staat. Die Damen unterließen nicht darauf hinzuweisen, dass Einstein kein englisch könne und zudem im nächsten Krieg alle Frauen an die Front schicken wolle.
Diese Angriffe gegen Einstein wurzelten teils darin, dass der Physiker tatsächlich manchmal kommunistische Organisationen unterstützte und für den Frieden kämpfte, teils sind sie schlicht paranoid. Einstein war nie Kommunist, auch wenn er politische Bündnisse mit Kommunisten nicht scheute. Doch ist es absurd, diese Nähe mit seinem pazifistischen Engagement in Zusammenhang zu bringen.
mit der Einstein-Zitatmaschine!









