Reise nach Japan
Auf Werbetour im Fernen Osten
Einsteins Reise nach Japan war ebenso kommerzieller wie touristischer Natur. Den begeisterten Empfang war er schon fast gewohnt, und auch umgekehrt machte das Land einen vorzüglichen Eindruck auf ihn.
Im September 1921 erreichte Einstein das Angebot eines japanischen Verlags, der eine populärwissenschaftliche Zeitschrift vertrieb, gegen Entgelt das Inselreich zu besuchen und dort Vorträge zu halten. Einstein, der seit zwei Jahren den "Relativitätsrummel" mal geschmeichelt, mal genervt über sich ergehen ließ, willigte ein und äußerte, "Ostasien müsse er noch sehen, solange der Rummel anhalte; das müsse er wenigstens davon haben." Und auch die 2000 harten englischen Pfund waren ihm angesichts der Inflation willkommen. Nach dem Mord an Walther Rathenau im Juni 1922 war er erst recht froh, dem für ihn nicht ungefährlichen Berlin für einige Zeit den Rücken zu kehren.
Die sechswöchige Seereise wurde von Aufenthalten in Indien und China unterbrochen. Bei Einsteins Ankunft in Tokio am 18. November drängten sich am Bahnhof unübersehbare Menschenmassen, die den berühmten Mann sehen wollten. Viele waren bereit, hohe Eintrittsgelder zu zahlen, um einen von Einsteins sechs öffentlichen Vorträgen zu hören, die sich wegen der Übersetzungsprozeduren und Einsteins engagiertem Auftreten über fünf Stunden hinziehen konnten. Hinzu kamen sechs akademische Vorlesungen an den Universitäten des Landes.
Zwischen der Erfüllung seiner Vertragspflichten genoss Einstein ein wohl organisiertes, doch auch allzu dichtes und anstrengendes Programm.
mit der Einstein-Zitatmaschine!










