Johanna Fantova
Letzte Jahre - Letzte Liebe
Sein Leben und Werk steht in Hunderten von Biografien, sein letzter Lebensabschnitt aus nächster Sicht steht im Tagebuch Johanna Fantovas. Sie gewährt einen letzten Blick auf den Menschen Einstein.
Im Februar 2004 meldete der Bibliothekar von der Universität Princeton eine kleine Sensation: In verstaubten Akten hatte er das Tagebuch von Einsteins letzter Liebe Johanna Fantova gefunden. Darin protokollierte seine Herzensdame die letzten eineinhalb Lebensjahre Einsteins.
Ihre Aufzeichnungen zeigen Einstein als hoch betagten, aber noch immer hellwachen und scharfzüngigen Kritiker seiner Zeit entgegen seinem Image als zerstreutem Genie. Politisch bin ich noch immer ein Feuer speiender Vesuv, betonte Einstein, der sich bis zuletzt als alter Revolutionär sah. Scharf kritisierte er die atomare Aufrüstung der USA und den antikommunistischen Feldzug McCarthys. Als sein Freund Robert
Oppenheimer dieser Hetzjagd zum Opfer fiel, war Einstein entsetzt: Es war abscheulich, Menschen sind eine schlechte Erfindung. Auch für die die pro-deutsche Politik der US-Regierung hatte er kein Verständnis: Alle schrecklichen Sachen, die die Deutschen gemacht haben, sind vergessen. ( ) Anstatt sich mit Russland zu einigen, hilft man Deutschland aufrüsten.
Wirklichen Trost fand der Wissenschaftler, der in der Forschergemeinde längst zum Außenseiter geworden war, offenbar in seinen Formeln: Das Ringen mit den Problemen macht mich von der menschlichen Sphäre unabhängig, und das ist eine unschätzbare Gnade. Nur gegenüber Fantova schien sein Seelenpanzer durchlässiger zu werden.
mit der Einstein-Zitatmaschine!









