Die Lichtgeschwindigkeit
Kosmische Geschwindigkeitsbegrenzung
Nichts ist schneller als Licht im Vakuum. So lautet eine zentrale Folgerung aus der Relativitätstheorie. Sie stimmt nicht ganz.
Die Lichtgeschwindigkeit nimmt in Einsteins spezieller Relativitätstheorie einen besonderen Platz ein. Sie ist immer und überall gleich. Dieses Postulat ist alles andere als trivial, schließlich gilt das für andere Geschwindigkeiten nicht. Stellen Sie sich vor, ein Tennisspieler schlägt einen Ball im ICE in Fahrtrichtung. Der Ball fliegt vom Zug aus betrachtet mit 100 Kilometer pro Stunde. Fährt der ICE selbst ebenfalls gerade mit 100 Kilometer pro Stunde, dann sieht ein Beobachter neben den Gleisen den Ball mit 200 Stundenkilometern fliegen. Die Tennisballgeschwindigkeit hängt also vom Standpunkt des Beobachters ab.
Nicht so die Lichtgeschwindigkeit. Könnte der Beobachter am Gleisbett die Geschwindigkeit des Lichts der
Innenbeleuchtung des ICEs messen, sie wäre die gleiche wie im Zug gemessen, egal wie schnell sich dieser bewegt. Das besondere an der Lichtgeschwindigkeit ist außerdem, dass sie eine obere Grenze darstellt. Masse oder Energie und damit Information können nicht schneller übertragen werden. Eine wichtige Konsequenz von Einsteins Theorie.
Überlichtgeschwindigkeiten gibt es dennoch. Ein einfaches Beispiel ist der Lichtschein eines Leuchtturms. Der rotierende Scheinwerfer des Turms lässt einen Lichtfleck über eine entfernten Wand huschen und zwar um so schneller, je weiter die Wand entfernt ist. Ist der Abstand zwischen Wand und Turm groß genug, so lässt sich auch Überlichtgeschwindigkeit
mit der Einstein-Zitatmaschine!










