Moskauer Schauprozesse
Täuschung und/oder Selbsttäuschung?
Albert Einstein sah sich, oft nicht ohne Koketterie, als Linken und er wurde, nicht nur in Deutschland, auch so wahrgenommen. Dies hat ihn, auf nicht ganz erklärliche Weise, vor Fehlurteilen über die Sowjetunion nicht geschützt.
Noch 1930 hatte Albert Einstein die stalinistischen Schauprozesse in der Sowjetunion sehr kritisch beurteilt. In einem Brief an Käthe Kollwitz schrieb er, es müsse sich entweder um einen Verzweiflungsakt eines in die Enge getriebenen Regimes oder Massenpsychose oder eine Mischung von beidem handeln. Ich bin schrieb er weiter sehr traurig darüber, dass diese Entwicklung, auf welche wir mit hoffenden Blicken geschaut haben, nun zu so furchtbaren Dingen führt. In einem ganz ähnlichen Tenor war der Aufruf einiger Intellektueller aus demselben Jahr verfasst, den Einstein mit unterzeichnete.
Bereits 1931 konnte jedoch eine kommunistische Zeitschrift melden,
dass Einstein seine Meinung geändert habe. Einstein selbst schrieb in Das Neue Russland: Heute bedaure ich auf das tiefste, dass ich diese Unterschrift gegeben habe, weil ich das Vertrauen zur Richtigkeit meiner damaligen Ansichten verloren habe. Es kam mir damals nicht genügend zum Bewusstsein, dass unter den besonderen Verhältnissen der Sowjetunion Dinge möglich sind, die unter den mir vertrauten Verhältnissen vollständig undenkbar sind.
Bislang gibt es für diesen Sinneswandel Einsteins keine rechte Erklärung. Der Einstein Biograph Albrecht Fölsing schreibt hierzu: Ob es Dimitri Marianoff war, ein der sowjetischen Botschaft in Berlin attachierter Journalist unklaren Aufgabengebiets, der mit
mit der Einstein-Zitatmaschine!










