Mutter der Relativitätstheorie?
Nicht zu beweisen
Auf der Suche nach fehlenden Beweisen griff man wieder auf das Nationalepos von Tribuhovic-Gjuric zurück, die meinte, auf den verschollenen Originalmanuskripten hätten die Namen beider gestanden. Doch sie zitiert den falschen Zeugen Danil Semenovich Danin, der wiederum seinen Zeugen Abram Joffe falsch zitiert. Der vermeintliche Beweis löst sich in Nichts auf, wie Alberto A. Martínez vom Center for Einstein Studies an der Boston University in der Physics World vom April 2004 gezeigt hat. Mit seiner Mahnung "that history cannot be decided by votes" weist er darauf hin, dass die öffentliche Meinung auf einem allzu laxen Umgang mit Quellen beruht. Auch der 1987 aus dem Nachlass publizierte, nur fragmentarisch überlieferte frühe Briefwechsel Albert Einsteins mit Mileva Maric hilft nicht weiter. Wenn dort 1901 von der gemeinsamen "Arbeit über die Relativbewegung" die Rede ist, die "siegreich zu Ende geführt" werden soll, so denkt der Laie verfrüht an die
Relativitätstheorie, da Einstein sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht vom Paradigma des "Äthers" gelöst hatte. Im selben Jahr beendeten eine Schwangerschaft und die nicht bestandenen Diplomprüfungen Milevas Karriere. Einen Nachweis für ihre Urheberschaft an den Theorien von 1905 und damit am Umsturz der Physik gibt es nicht.
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