Paul Weyland
Einsteins lebenslanger Feind
Da in Berlin für ihn nichts mehr zu holen war, ging er ab 1921 ins Ausland, wo sich seine Spur über seine aktenkundigen Hochstapeleien und Zechprellereien verfolgen ließ. So gab er sich als Ingenieur oder Doktor der Chemie aus und ergaunerte sich Unsummen an Geld. Durch seine beständigen Betrügereien verscherzte es sich der SA-Sturmführer trotz seiner völkisch-antisemitischen Gesinnung sogar mit den Nazis. Die Kriegsjahre verbrachte Weyland in Konzentrationslagern. Nach seiner Befreiung arbeitete er für den CIA und wanderte 1948 in die USA aus.
In der McCarthy-Ära griff er erneut in Einsteins Leben ein, wahrscheinlich um sein Einbürgerungsverfahren zu begünstigen. Er denunzierte seinen Intimfeind 1953 beim FBI: Einstein sei Kommunist, und habe 1920 das deutsche Volk in die Anarchie treiben wollen. Ob Einstein davon wusste, ist nicht bekannt. Weylands Eingabe wurde jedenfalls vom FBI begierig aufgegriffen. So schwoll Einsteins FBI-Akte auf 1500 Seiten an. Dennoch gelang es nicht, Einstein eine kommunistische Vergangenheit nachzuweisen.
Weyland wurde trotzdem US-Bürger und schlug sich in den nächsten Jahren als Verkäufer durch. Wegen wachsender Geldnot kehrte er 1967 nach Deutschland zurück, wo er von einer kleinen Rente und Beihilfen lebte. Er starb 1972 in Bad Pyrmont.
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