Amerikareise 1921
Bei den Stammesgenossen in Dollaria
Im April und Mai 1921 reiste Einstein durch die USA, um Gelder für die zionistische Sache zu sammeln.
Die erste Fahrt Albert Einsteins über den Atlantik ging auf Chaim Weizmann zurück, den Präsidenten der Jüdischen Weltorganisation. Dank der Überredungskünste des deutschen Zionisten Kurt Blumenfeld hatte Einstein eingewilligt, gemeinsam mit Weizmann Spenden für die jüdische Siedlung in Palästina zu sammeln, und ihm war klar: Mich braucht man natürlich nicht wegen meiner Fähigkeiten, sondern nur wegen meines Namens, mit dessen werbender Kraft sie sich einen ziemlichen Erfolg bei den reichen Stammesgenossen in Dollaria versprechen. Viele deutsche Juden reagierten empört auf Einsteins Engagement für den Zionismus, der nach ihrer Meinung die Stellung der Juden in Deutschland untergrub.
In New York wurde Einstein schon auf dem Schiff von Reportern bestürmt. Tausende jubelten ihm zu oder aber Weizmann, dem Idol der Zionisten. Man
ernannte ihn zum Ehrenbürger. Es folgte das Pflichtprogramm des Spendensammelns: Ich musste mich herumzeigen lassen wie ein prämierter Ochse, unzählige Male in grossen und kleinen Versammlungen reden. Die Zuhörer waren Juden aus allen Schichten und spendeten bereitwillig für den Jüdischen Nationalfonds bzw. für die Jerusalemer Universität. Neben New York standen auch Chicago und andere Städte im Nordosten des Landes auf dem Programm. Wenn Weizmann wichtige Interna der Zionistischen Weltorganisation zu klären hatte und das war durchaus kein nebensächlicher Grund für die Reise gewesen , fand Einstein Zeit für akademische Vorträge über die Relativitätstheorie. Einige Tage verbrachte er in Princeton, wo er sich nach 1933 niederlassen sollte, und wurde dort zum Ehrendoktor gekürt.
mit der Einstein-Zitatmaschine!









