Einstein in Bern
Unruhiger Geist in einer ruhigen Stadt
Die Schweizer Bundeshauptstadt Bern fand Einstein "reizend, altertümlich und urgemütlich". Dennoch wird er in den sieben Jahren seines Aufenthaltes sieben Mal die Adresse wechseln, wobei die Gründe für diesen "unschweizerischen Mangel an Sesshaftigkeit unbekannt sind.
Als Einstein im Februar 1902 in der noch keineswegs sicheren Aussicht auf eine Anstellung am Eidgenössischen Patentamt in Bern, der auf einem von der Aare von drei Seiten umflossenen Felsplateau liegenden Stadt mit ihren barocken Zunft- und Bürgerhäusern, den engen Gassen, zahlreichen Brunnen und "Lauben" genannten Arkadengängen ankam, bezog er ein sparsam möbliertes Zimmer in der Gerechtigkeitsgasse 32, zog jedoch schon im Mai desselben Jahres aus der Altstadt in ein Neubaugebiet jenseits des Flusses. In der verkehrsreichen Thunstrasse 43a, in der sich heute das Generalsekretariat der SKPH (Schweizerischen Konferenz der Pädagogischen Hochschulen) und die Konsularabteilung der kroatischen Botschaft befinden, hielt er es nicht lange aus und wechselte zum August in die Archivstrasse 8 in demselben, Kirchenfeld genannten Bezirk. Inzwischen hatte er seine Arbeit als technischer Experte am Patentamt angetreten, das sich im Haus der Internationalen Union der Telegraphenverwaltungen in der Anatomiegasse (heutige Genfergasse) und ab 1907 im Gebäude der Post beim
Bahnhof befand. Es wurde später abgerissen, doch das nahe Café Bollwerk, wo er sich mit Kollegen und Freunden traf, existiert noch. Außerdem nahm er an den Treffen der "Naturforschenden Gesellschaft" teil, der er seit Mai 1903 angehörte und die alle 14 Tage im Vereinszimmer des Hotels Storchen in der Schauplatzgasse 10 tagte, wo seit 1913 das Hotel Bristol steht. An der Berner Universität, die 1903 ihren palastartigen Neubau auf der Grossen Schanze bezogen hatte, trat er jedoch erst 1908, gegen Ende seiner Berner Zeit, als Privatdozent auf.
Währenddessen ging seine private Odyssee weiter. Nach der Heirat mit Mileva Maric im Januar 1903 bezog das junge Paar in der Tillierstrasse 18 eine kleine möblierte Dachwohnung. Trotz Balkon und Fernblick auf die Berner Alpen zogen sie im Oktober zurück in die Altstadt an jene Adresse, die mit Einstein berühmt wurde: Kramgasse 49. Die kleine Wohnung im zweiten Stock wurde 1979 von der Albert Einstein-Gesellschaft angemietet und als Gedenkstätte eingerichtet. Wenn eine Gedenktafel am
mit der Einstein-Zitatmaschine!









