Gegen McCarthy
Einstein leistet Gegenwehr
Der antikommunistischen Hetze in den USA trat der überzeugte Freigeist Einstein entschlossen entgegen.
Mit den außenpolitischen Sorgen, etwa der Berlin-Blockade, der russischen Atombombe oder dem Korea-Krieg, wuchs nach 1945 in den USA die Angst vor kommunistischer Unterwanderung. Spätestens mit der Enttarnung des Atomspions Klaus Fuchs Anfang 1950 nahm die Rote Furcht paranoide Züge an und trieb Regierungsstellen, FBI und Parlamentsausschüsse zu einer wahren Hexenjagd gegen vermeintliche oder tatsächliche Kommunisten. Dabei genügten bereits Hinweise auf eine irgendwie links zu nennende Gesinnung, um vom öffentlichen Dienst oder Lehrberufen ausgeschlossen zu werden. Besonders krass hetzte der Senator Joseph McCarthy, der so dem Phänomen McCarthyism den Namen gab.
Von Princeton aus beobachtete Einstein den Stimmungswandel: Den hiesigen besonders ist der Erfolg zu Kopf gestiegen. Gods own country wird leider immer übermütiger und macht-toller.
Er prophezeite 1948: Die vorgeschlagene Militarisierung der Nation bedroht uns nicht nur unmittelbar mit Krieg, sie wird auch langsam aber sicher den demokratischen Geist und die Würde des Individuums in unserem Land untergraben. Einstein litt sehr unter der sich breitmachenden Unfreiheit in seinem Zufluchtsland und leistete Gegenwehr. So stimmte er in die Proteste gegen die Hinrichtung von Ethel und Julius Rosenberg ein, die auf zweifelhafter Grundlage wegen Spionage verurteilt worden waren. In einem offenen Brief an einen verfolgten Lehrer rief er zu passivem Widerstand im Sinne Gandhis auf: Jeder Intellektuelle, der vor eines der Committees vorgeladen wird, müßte jede Aussage verweigern, d. h. bereit sein, sich einsperren und wirtschaftlich ruinieren zu lassen, kurz, seine Interessen den kulturellen Interessen des Landes opfern.
mit der Einstein-Zitatmaschine!










