Haarspray, Dispersionsfarbe & Co
Die richtige Mischung
Von Haarpflege hielt Einstein nicht viel. Zu ihrer Perfektionierung hat er trotzdem beigetragen.
Einsteins Haare standen ganz ohne Hilfsmittel ab. Vermutlich waren sie meistens ungekämmt. Wer nicht warten will bis die Haare verfilzt sind, kann sie heutzutage mit Hilfe von Haarsprays abstehen lassen - oder in eine andere gewünschte Form bringen.
Moderne Haarsprays bestehen im Wesentlichen aus in Wasser oder Alkohol gelösten Polymeren. Wird dieses Gemisch - möglichst fein verteilt - auf die Haare gesprüht, dann verdunstet das Lösungsmittel und die übrig bleibenden Polymerfäden kleben zwischen den Haaren. Sie bilden ein Art unsichtbares, elastisches Haarnetz, dass sich anschließend wieder herauskämmen lässt.
Wer Haarsprays entwickelt, muss wissen, wie sich die im Vergleich zu den Wasser riesigen Polymermoleküle verhalten, wenn sie in dem Lösungsmittel schwimmen. Wie zäh ist das Gemisch? Wie schnell breiten sich die Riesenmoleküle im Wasser aus? Das sind Fragen, die sich mit Hilfe von Einstein beantworten lassen.
Sowohl in seiner Dissertation als auch in der Arbeit zur brownschen Molekularbewegung rechnete er 1905 aus, wie sich Teilchen einer bestimmten Größe in einer beliebigen Flüssigkeit verhalten. Einstein ging es dabei nicht um die Produktion von Haarspray oder sonstigen Gemischen. Er wollte weitere Belege für die Existenz von Atomen und Molekülen liefern, um die noch zweifelnden Kollegen zu überzeugen. Direkt sichtbar machen konnte man diese Bausteine der Materie erstmals fünfzig Jahre später mit dem Feldionenmikroskop. Aber Einstein hatte mit seinen Formeln ein Art mathematisches Mikroskop entwickelt, in dem er messbare Eigenschaften wie Viskosität und Diffusion benutzte, um Moleküle zwar nicht zu sehen, aber doch ihre Größe festzustellen.
mit der Einstein-Zitatmaschine!









