Austritt Akademie der Wissenschaften
Ein Austritt mit Schimpf und Schande
Die wachsende Macht der Nazis veranlasste Einstein zum Austritt aus der Preußischen Akademie der Wissenschaften. Die Mehrheit seiner Kollegen brachte anschließend zum Ausdruck, dass sie seinen Schritt nicht bedauerten.
Im April 1914 nahm Albert Einstein erstmals an einer Plenarsitzung der Preußischen Akademie der Wissenschaften teil, weitere 190 sollten folgen. Die Akademie hatte ihm im Jahr zuvor das Angebot ungestörter Forschungen in Verbindung mit einem ansehnlichen Salär angeboten, und er hatte eingewilligt.
Die zahlreichen großen Namen in der physikalisch-mathematischen Klasse, der er als ordentliches Mitglied angehörte, versprachen einen fruchtbaren Austausch. In den folgenden 18 Jahren war Einstein einer der verlässlichsten Hörer und Referenten auf den Sitzungen der Akademie.
Der Aufstieg des Nationalsozialismus trug dazu bei, dass Einstein, im Sommer 1932 eine auf fünf Monate begrenzte Stelle am neu gegründeten Institute
for Advanced Studies in Princeton annahm. Er wollte den Winter über in Amerika verbringen, das übrige halbe Jahr aber weiterhin in Berlin tätig sein. So kam es, dass sich Einstein während der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler und den ersten Terrorwellen gegen Oppositionelle und Juden in Übersee aufhielt.
mit der Einstein-Zitatmaschine!
Sogleich griff er die Naziregierung an und bekannte sich zur Demokratie. Am 28.3. erklärte er seinen Austritt aus der Akademie, da er die Abhängigkeit seiner Stellung von der Preußischen Regierung unter den gegenwärtigen Umständen als untragbar empfand. Er kam damit den Nazis um wenige Tage zuvor. die am 1. April, dem Tag des Judenboykotts, seinen Rauswurf aus der Akademie verkünden wollten. Einsteins Austritt war ganz im Sinne seines Freundes Max Planck, der die Akademie als einer ihrer Sekretare aus der Politik heraus zu halten hoffte.










