Antisemitische Hetze gegen Einstein
Eine Prämie auf Einsteins Kopf
Albert Einstein war in seinem Leben häufig antisemitischen Attacken ausgesetzt. Als der Nationalsozialismus in Deutschland an die Macht kam, trat er aus allen deutschen Organisationen und Institutionen aus und emigrierte in die USA. Er kehrte nach 1945 nicht zurück.
Für Einstein war die Situation der Juden ein Barometer des moralischen Standards in der politischen Welt. Sehr oft erlebte er, wie diese Standards, auch ihm gegenüber, unterschritten wurden. Bereits in der Schule, im katholischen München, war der Sohn jüdischer Eltern großer Isolation ausgesetzt. Gleich nach dem Ende des Ersten Weltkrieges begann man Einstein, der seit 1914 in Berlin wohnte und forschte, als Juden, Pazifisten, Internationalisten und Gegner des Kaiserreichs anzugreifen.
Die Angriffe nahmen mit seiner internationalen Popularität zu. 1920 hatte sich eine Arbeitsgemeinschaft Deutscher Naturforscher gegründet, deren wichtigstes Ziel die Widerlegung der angeblich jüdischen Relativitätstheorie war.
Einsteins Denken wurde mit Begriffen wie leere Abstraktion und unorganische Naturbetrachtung attackiert und als Ausdruck eines angeblich jüdischen Urcharakters diffamiert.
mit der Einstein-Zitatmaschine!
Nach der Ermordung des deutschen Außenministers Rathenau im Juni 1922 erhielt Einstein selbst Morddrohungen und verließ Berlin deshalb vorübergehend. Am Ende der Weimarer Republik unterstütze er Bestrebungen, eine Einheitsfront gegen den Nationalsozialismus zu bilden.
1933 kehrte er von einem Forschungsaufenthalt in den USA nur deshalb kurz zu einem Freund, dem König Belgiens, zurück, um die Situation der Juden in Europa selbst zu erkunden. Es verbreitete sich das Gerücht, die deutschen Nationalsozialisten hätten eine Kopf-Prämie auf ihn ausgesetzt. Einstein gab deshalb seinen deutschen Pass zurück und trat von allen deutschen Ämtern und Funktionen zurück.










