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Das Lieserl
Ein ungeklärtes Schicksal
Das uneheliche erste Kind Albert Einsteins war das missing girl der Familie. Ihr Schicksal ist bis heute ungeklärt.
Der junge Albert Einstein und seine Studienkollegin Mileva Maric hatten vor ihrer Ehe und ihren beiden Söhnen eine Tochter. Von ihrer Existenz erfuhr man erst 1987 durch die Veröffentlichung der Collected Papers aus dem Nachlass. Darunter befanden sich frühe Briefe an Mileva, in denen die bevorstehende und schließlich die in Novi Sad erfolgte Geburt eines Kindes besprochen wird.
Mileva war mit dem Sichtbarwerden der unehelichen und sicher auch ungeplanten Schwangerschaft zu ihrer Familie gegangen. Weil sie sich ein Mädchen wünschte, sprachen sie von einem Lieserl, obwohl Einstein es sich lieber als einen Hanserl vorstellte. Das Faktum wird in den vorhandenen Briefen erst spät erwähnt, als Mileva schon eine recht gspaßige Gstalt hat, die er nicht sieht, weil er in Zürich auf Stellensuche ist. Milevas Mutter lässt er ausrichten, daß ich mich jetzt schon auf die Prügel freue, durch welche sie mich auszeichnen will.
Vor allem lässt er sich in Zürich den Spaß am Leben nicht verderben, was in Novi Sad missverstanden wird. Es kommen Vorwürfe. Mileva ist eifersüchtig, verübelt ihm die Lebenslust und glaubt nicht an seinen Erfolg. Er wirbt um Vertrauen, auch bei ihren Eltern. Wie gestresst er in Wahrheit ist, zeigt seine Erleichterung, als nach vielen erfolglosen Bewerbungen wenigstens eine Stelle am Eidgenössischen Patentamt für geistiges Eigentum in Bern näher rückt. Obwohl er noch keine Zusage hat, schreibt er am 19. Dezember 1901: Jetzt haben unsere Leiden ein Ende. Nun sehe ich erst, wie lieb ich Dich habe, da der arge Druck der Verhältnisse nicht mehr auf mir lastet!
mit der Einstein-Zitatmaschine!
Die Heirat ist beschlossen, obwohl seine Gefühle schon beschädigt sind. Er will es nicht wahrhaben und träumt davon, dass sich trotz Ehe und Kind nichts ändert: Wir bleiben Student und Studentin,









